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Werkzeug · Farbe und Text

Schriftart erkennen

Bild danebenlegen, Kandidaten im direkten Vergleich prüfen und die Merkmale abklopfen, an denen sich Schriften unterscheiden.

Läuft vollständig im Browser. Ihre Dateien verlassen das Gerät nicht.

Bild mit der unbekannten Schrift hierher ziehen

Nichts wird hochgeladen.

Tipp: Tragen Sie genau die Wörter ein, die auf Ihrem Bild stehen. Der Vergleich wird dadurch deutlich sicherer.

Helvetica / ArialHandgloves 123Grotesk
VerdanaHandgloves 123Grotesk, weit
TahomaHandgloves 123Grotesk, eng
Trebuchet MSHandgloves 123Humanistisch
Segoe UIHandgloves 123Humanistisch
System-UIHandgloves 123Systemschrift
GeorgiaHandgloves 123Serif, kräftig
Times New RomanHandgloves 123Serif, klassisch
PalatinoHandgloves 123Serif, weich
GaramondHandgloves 123Serif, alt
Courier NewHandgloves 123Gleiche Breite
Menlo / ConsolasHandgloves 123Gleiche Breite

Die vier Buchstaben, die fast alles verraten

Wer eine Schrift bestimmen will, schaut nicht auf das Gesamtbild, sondern auf einzelne Zeichen. Vier davon trennen die Kandidaten schneller als alles andere. Nehmen Sie Ihr Bild und gehen Sie die Liste der Reihe nach durch – nach dem zweiten Punkt bleiben meist nur noch eine Handvoll Familien übrig.

  1. Das kleine g. Hat es unten nur eine offene Schlaufe, ist es einstöckig (Futura, Verdana, die meisten geometrischen Grotesken). Hat es unten einen geschlossenen zweiten Bauch, ist es zweistöckig (Garamond, Georgia, Times). Das ist der schnellste Schnitt durch die Kandidatenliste.
  2. Das große R. Läuft das Bein gerade schräg weg, ist es geschwungen, oder endet es fast senkrecht unter dem Bogen? Helvetica hat ein gerades Bein, Univers ein geschwungenes, Times ein leicht ausgestelltes.
  3. Das kleine a. Rund und einstöckig deutet auf geometrische Schriften wie Futura oder Century Gothic. Zweistöckig mit Bogen darüber ist der Normalfall bei allem anderen.
  4. Die Ziffer 1 und das große J. Hat die Eins einen Fuß? Reicht das J unter die Grundlinie? Beides sind gute Unterscheider zwischen sonst sehr ähnlichen Grotesken.

Danach: die Proportionen

Wenn die Buchstabenformen die Liste nicht klein genug machen, helfen die Verhältnisse. Legen Sie dazu Ihr Bild und die Vergleichszeile oben direkt untereinander und stellen Sie die Größe so ein, dass die Großbuchstaben gleich hoch sind.

  • x-Höhe. Wie hoch ist ein kleines x im Verhältnis zum großen X? Verdana und Tahoma haben eine sehr große x-Höhe und wirken deshalb auch klein noch gut lesbar. Garamond hat eine kleine und wirkt dadurch zierlich.
  • Laufweite. Wie viel Platz steht zwischen den Buchstaben? Bei gleicher Großbuchstabenhöhe braucht Verdana deutlich mehr Zeilenbreite als Arial.
  • Strichstärkenkontrast. Sind senkrechte und waagerechte Striche gleich dick oder unterschiedlich? Grotesken sind fast gleichmäßig, klassische Serifenschriften haben dünne Waagerechte und dicke Senkrechte.
  • Serifenform. Sind die Serifen eckige Balken (Slab), feine Haarstriche (klassisch) oder abgeschrägt (Übergangsform)?

Wenn Sie die Schrift automatisch suchen lassen wollen

Die automatische Erkennung braucht eine Datenbank mit hunderttausenden Schnitten und ein trainiertes Modell. Beides läuft auf fremden Servern – dorthin muss also Ihr Bild. Diese drei Dienste sind für den Zweck etabliert.

  • WhatTheFont von MyFonts

    Die größte Datenbank und die zuverlässigsten Treffer. Erkennt auch Schnitte innerhalb einer Familie und zeigt zu jedem Treffer die Lizenzbedingungen.

    Haken: Zeigt bevorzugt kostenpflichtige Schriften aus dem eigenen Katalog.

  • Font Squirrel Matcherator

    Gut darin, kostenlose Alternativen zu einer erkannten Schrift vorzuschlagen. Praktisch, wenn das Original zu teuer ist oder keine Weblizenz hat.

    Haken: Kleinere Datenbank, findet ungewöhnliche Schriften seltener.

  • Fontspring Matcherator

    Lässt Sie einzelne Buchstaben im Bild markieren, bevor gesucht wird. Das hilft, wenn mehrere Schriften auf einem Bild stehen.

    Haken: Braucht ein sauber freigestelltes Bild, sonst wird die Auswahl mühsam.

Empfehlungen ohne Gegenleistung. Bei allen genannten Diensten verlässt Ihre Datei den Rechner – anders als bei den Werkzeugen auf dieser Seite.

Wenn kein Dienst etwas findet

Dann liegt es fast immer an einem dieser drei Punkte:

  1. Die Vorlage taugt nicht. Zu klein, zu unscharf, zu schräg, Buchstaben berühren sich. Schneiden Sie eng um eine waagerechte Zeile mit zehn bis zwanzig Zeichen zu – das geht direkt hier mit Bilder zuschneiden und skalieren.
  2. Es ist eine Hausschrift. Größere Marken lassen ihre Schrift exklusiv zeichnen. Sie steht in keiner Datenbank, weil sie nie verkauft wurde. Dann bleibt nur, die nächstliegende freie Schrift zu finden – dafür ist Font Squirrel der beste Ausgangspunkt.
  3. Die Schrift ist verändert. Manuell verbreitert, schräg gestellt, mit Kontur versehen. Die Erkennung vergleicht Formen, und eine verzerrte Form passt zu keiner gespeicherten.

Gefunden ist nicht benutzt: die Lizenzfrage

Eine Schrift ist rechtlich ein Computerprogramm. Man kauft sie nicht, man lizenziert ihre Nutzung, und die Lizenzen sind nach Einsatzzweck getrennt. Die zwei Fallen, in die fast jeder einmal tappt:

  • Desktop ist nicht Web. Eine gekaufte Desktoplizenz erlaubt das Setzen in InDesign, aber nicht das Hochladen der Schriftdatei auf einen Webserver. Dafür braucht es eine eigene Weblizenz, oft mit einer Obergrenze an Seitenaufrufen pro Monat.
  • Kostenlos ist nicht frei. Sehr viele Gratisschriften sind ausdrücklich nur für den privaten Gebrauch freigegeben. Für den gewerblichen Einsatz ist eine Lizenz fällig – auch auf der Website eines Kleinbetriebs.

Wie Sie eine Schrift danach sauber und ohne Verbindung zu fremden Servern einbinden, steht im Ratgeber unter Schriften lokal einbinden. Quellen mit klarer Lizenz sammelt Kostenlose Schriften mit klarer Lizenz, und wer den Vergleich mit eigenem Fließtext braucht, nimmt die Schriften-Vorschau.

Häufige Fragen

Kann dieses Werkzeug die Schrift automatisch erkennen?

Nein, und das steht hier so, weil es stimmt. Eine automatische Erkennung braucht ein trainiertes Modell und eine Datenbank mit hunderttausenden Schnitten – beides läuft auf einem Server, nicht im Browser. Was hier läuft, ist die Gegenüberstellung: Ihr Bild und die Kandidaten direkt untereinander, dazu die Merkmale, an denen man Schriften wirklich unterscheidet. Für die automatische Suche stehen die passenden Dienste weiter unten.

An welchen Buchstaben erkennt man eine Schrift am schnellsten?

Am kleinen g, am großen R, am kleinen a und an der Ziffer 1. Das kleine g ist entweder einstöckig oder zweistöckig – dieser Unterschied allein halbiert die Kandidatenliste. Beim großen R geht das Bein gerade, geschwungen oder gar nicht weg. Beim kleinen a gibt es die einstöckige runde und die zweistöckige Form mit Bogen darüber.

Warum finde ich meine Schrift bei keinem Dienst?

Meist aus einem von drei Gründen: Die Vorlage ist zu klein oder zu unscharf, die Buchstaben berühren sich oder sind verzerrt, oder es handelt sich um eine hausinterne Schrift, die nie verkauft wurde. Große Marken lassen ihre Schrift regelmäßig exklusiv zeichnen – die findet keine Datenbank, weil sie in keiner steht.

Wie bereite ich das Bild für die automatische Suche vor?

Möglichst waagerecht ausrichten, eng um die Buchstaben beschneiden, guten Kontrast herstellen und dafür sorgen, dass sich die Buchstaben nicht berühren. Zehn bis zwanzig Zeichen reichen, mehr hilft nicht. Zuschneiden können Sie direkt hier auf der Seite, dafür gibt es Bilder zuschneiden.

Ich habe die Schrift gefunden. Darf ich sie einfach benutzen?

Nur wenn die Lizenz es hergibt. Eine Schrift ist ein Programm und wird lizenziert, nicht gekauft. Verbreitete Fallstricke: Die Desktoplizenz erlaubt oft keine Einbindung auf einer Website, dafür braucht es eine Weblizenz mit Seitenaufrufkontingent. Und eine kostenlose Schrift für den privaten Gebrauch darf nicht automatisch gewerblich eingesetzt werden.