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Werkzeug · Bilder

Bild verkleinern

Bilder auf eine feste Pixelbreite bringen. Das Seitenverhältnis bleibt erhalten, beschnitten wird nichts.

Läuft vollständig im Browser. Ihre Dateien verlassen das Gerät nicht.

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Mehrere Dateien möglich. Nichts wird hochgeladen.

Pixel, Dateigröße und ein hartnäckiges Missverständnis

Die häufigste Verwechslung beim Verkleinern von Bildern ist die zwischen Pixelmaßund Dateigröße. Das sind zwei verschiedene Dinge, und nur eines davon lässt sich ohne Qualitätsverlust ändern.

Das Pixelmaß sagt, aus wie vielen Bildpunkten das Bild besteht: 4000 mal 3000 zum Beispiel. Die Dateigröße sagt, wie viele Bytes daraus geworden sind – das hängt zusätzlich vom Format und von der Kompression ab. Wer ein Bild von 4000 auf 1600 Pixel bringt, entfernt echte Bildpunkte, und zwar rund 84 Prozent davon, weil die Fläche quadratisch mit der Kantenlänge geht. Das ist der mit Abstand größte Hebel auf die Dateigröße, und solange das Bild nicht größer angezeigt wird als 1600 Pixel, sieht man davon nichts.

Zum Vergleich: Den Qualitätsregler von 95 auf 80 zu ziehen spart etwa die Hälfte. Ein Bild zu verkleinern, das viermal so groß ist wie nötig, spart fünf Sechstel. Deshalb ist Verkleinern immer der erste Schritt und Komprimieren der zweite.

Welcher Wert wofür

VerwendungLängste KanteBegründung
Bild im Fließtext einer Website1200 pxTextspalten sind selten breiter als 700 Punkte
Großes Titelbild einer Website1920 pxdeckt übliche Bildschirmbreiten mit Reserve ab
Vorschaubild, Kachel, Liste600 pxwird nie größer als 300 Punkte dargestellt
E-Mail-Anhang1600 pxam Bildschirm ansehnlich, Postfach bleibt schlank
Upload in ein Formular mit Grenzeschrittweise senkenKante senken schlägt Qualität senken deutlich
Datei für die Druckereinicht verkleinernDruck braucht die volle Auflösung

Was beim Verkleinern technisch passiert

Ein Bild zu verkleinern heißt nicht, einfach jeden zweiten Bildpunkt wegzulassen. Genau so entstünde ein hartes, flimmerndes Ergebnis, weil feine Muster plötzlich zu groben Streifen zusammenfallen. Stattdessen wird für jeden neuen Punkt der Mittelwert aus den alten Punkten gebildet, die an seiner Stelle lagen. Der Browser macht das mit einer gewichteten Mittelung, und das Werkzeug schaltet dafür die höchste verfügbare Stufe ein.

Das erklärt auch, warum ein verkleinertes Bild oft eine Spur weicher wirkt als das Original bei gleicher Anzeigegröße: Feine Details verteilen sich beim Mitteln auf benachbarte Punkte. In der Bildbearbeitung schärft man deshalb nach dem Verkleinern leicht nach. Für Bilder auf einer Website ist das in der Regel unnötig, weil sie ohnehin in der Größe angezeigt werden, in der sie vorliegen.

Wenn ein verkleinertes Bild trotzdem unscharf aussieht

Drei Ursachen kommen praktisch immer in Frage:

  • Das Bild wird größer angezeigt als es ist. Ein auf 600 Pixel verkleinertes Bild, das in einer 1200 Pixel breiten Spalte steht, muss vom Browser hochgerechnet werden. Das sieht immer weich aus. Prüfen Sie die tatsächliche Anzeigebreite, bevor Sie die Zielgröße wählen.
  • Der Bildschirm hat doppelte Punktdichte. Auf solchen Geräten braucht ein Bild, das 600 Punkte breit erscheint, 1200 echte Pixel. Deshalb die Faustregel: gewünschte Anzeigebreite mal zwei.
  • Die Kompression war zu stark. Wenn nach dem Verkleinern der Qualitätsregler zu weit unten stand, sieht man das Ergebnis als fleckige Flächen. Das ist kein Schärfeproblem, sondern eines der Kompression – nachzulesen unter JPG komprimieren.

Die Sache mit DPI

In Bildbearbeitungsprogrammen steht neben den Pixelmaßen fast immer ein DPI-Wert, und daraus ist die Regel entstanden, für das Web müsse man Bilder auf 72 DPI stellen. Diese Regel ist falsch, und zwar seit Jahrzehnten.

DPI beschreibt, wie viele Bildpunkte beim Drucken auf einen Zoll Papier kommen. Es ist eine reine Rechenanweisung für den Drucker und ändert am Bild selbst gar nichts. Ein Bildschirm liest diesen Wert nicht einmal aus: Er stellt Bildpunkte dar, fertig. Ein Bild mit 1600 Pixeln Breite sieht bei 72 DPI exakt genauso aus wie bei 300 DPI. Für alles, was auf einem Bildschirm landet, ist die einzige Zahl, die zählt, die Pixelbreite – und die stellen Sie hier ein.

Verkleinern oder zuschneiden

Beides ändert die Pixelmaße, aber auf verschiedene Weise. Verkleinern behält den ganzen Bildinhalt und macht ihn kleiner. Zuschneiden behält die Größe der Bildpunkte und schneidet Ränder weg. Wenn Sie ein festes Seitenverhältnis brauchen – quadratisch für ein Profilbild, 1200 mal 630 für die Vorschau in sozialen Netzwerken –, führt der Weg über Bilder zuschneiden und skalieren. Wenn Sie nur weniger Daten wollen, sind Sie hier richtig.

So gehen Sie vor

  1. Bilder in die Fläche ziehen, gern einen ganzen Ordner.
  2. Längste Kante nach der Tabelle oben eintragen.
  3. Verkleinern. Die neue Dateigröße steht hinter jedem Namen.
  4. Für Websites danach noch über JPG in WebP laufen lassen – das bringt nochmals rund ein Drittel.

Häufige Fragen

Auf welche Pixelbreite soll ich verkleinern?

Auf die Breite, in der das Bild wirklich angezeigt wird, mal zwei. Der Faktor zwei deckt Bildschirme mit hoher Punktdichte ab, auf denen ein Bild sonst weich wirkt. Ein Bild, das auf einer Website 800 Punkte breit steht, sollte also rund 1600 Pixel haben. Alles darüber wird übertragen und danach vom Browser weggerechnet.

Was ist mit DPI? Muss ich 72 oder 300 einstellen?

Für Bildschirme gar nichts. DPI ist eine Angabe für den Druck und beschreibt, wie viele Bildpunkte auf einen Zoll Papier kommen. Ein Bildschirm ignoriert diesen Wert vollständig – dort zählt allein die Pixelanzahl. Die verbreitete Regel „72 DPI fürs Web“ stammt aus den Neunzigern und hat heute keine Bedeutung mehr.

Bleibt das Seitenverhältnis erhalten?

Ja, immer. Sie geben nur die längste Kante vor, die andere wird passend mitgerechnet. Ein Bild wird dabei nie verzerrt und nie beschnitten. Wenn Sie ein festes Format brauchen, etwa quadratisch oder 1200 mal 630 für Vorschaubilder in sozialen Netzwerken, ist Bilder zuschneiden das richtige Werkzeug.

Kann ich ein Bild auch vergrößern?

Nicht sinnvoll. Bildpunkte, die nicht aufgenommen wurden, kann kein Werkzeug erfinden – das Ergebnis wird weich und matschig. Deshalb verkleinert dieses Werkzeug nur: Ist Ihr Bild bereits kleiner als der eingetragene Wert, bleibt es unverändert.

Wird die Datei dadurch wirklich so viel kleiner?

Ja, und zwar überproportional. Die Dateigröße hängt an der Fläche, nicht an der Kantenlänge. Halbe Kantenlänge heißt ein Viertel der Bildpunkte. Ein Foto von 4000 auf 1600 Pixel zu bringen entfernt rund 84 Prozent der Bildpunkte, und die Datei schrumpft entsprechend.