Werkzeug · Bilder
HEIC in JPG umwandeln
HEIC ist das Standardformat der iPhone-Kamera und außerhalb der Apple-Welt oft nicht lesbar. Hier steht, welcher Weg auf welchem Gerät funktioniert.
Läuft vollständig im Browser. Ihre Dateien verlassen das Gerät nicht.
HEIC-Dateien hierher ziehen oder klicken zum Auswählen
Mehrere Dateien möglich. Nichts wird hochgeladen.
Dieser Browser kann HEIC nicht öffnen. Das ist kein Fehler Ihrer Datei – Chrome und Firefox haben keinen HEIC-Decoder. Die drei Wege darunter funktionieren zuverlässig.
Erst die ehrliche Auskunft: wo das direkt funktioniert
Alle Werkzeuge auf dieser Seite rechnen im Browser, damit keine Datei den Rechner verlässt. Bei HEIC stößt dieses Versprechen an eine Grenze, die nicht an uns liegt: Nur Safari besitzt einen HEIC-Decoder. Auf einem Mac oder iPhone öffnet das Werkzeug oben Ihre Datei deshalb anstandslos. In Chrome, Firefox und Edge kann es das nicht, weil diese Browser das Format gar nicht erst lesen können.
Der Grund ist nicht technisch, sondern rechtlich. HEIC steckt seine Bilddaten in eine HEVC-Kompression, und für HEVC verlangen mehrere Patentpools Lizenzgebühren pro ausgeliefertem Gerät. Apple zahlt sie und liefert den Decoder mit dem Betriebssystem. Google und Mozilla haben sich dagegen entschieden und setzen stattdessen auf AV1 und AVIF, die lizenzfrei sind. Für Sie heißt das: Das Format ist nicht kaputt, es ist nur an eine Plattform gebunden.
Weg 1: Das iPhone gar nicht erst HEIC aufnehmen lassen
Wenn Sie regelmäßig Fotos vom iPhone an Windows-Rechner, an Behörden oder in Formulare geben, lösen Sie das Problem am besten an der Quelle:
- Auf dem iPhone Einstellungen öffnen.
- Zu Kamera gehen, dann auf Formate tippen.
- Maximale Kompatibilität auswählen.
Ab sofort nimmt die Kamera JPG auf. Die Fotos brauchen etwa doppelt so viel Speicher, dafür lässt sich jedes davon überall öffnen. Bereits aufgenommene HEIC-Bilder ändert diese Einstellung nicht – dafür sind die Wege 2 und 3 da.
Weg 2: Beim Teilen wandelt iOS selbst um
Wenig bekannt: iOS wandelt HEIC beim Übertragen automatisch in JPG, wenn das Zielgerät nichts damit anfangen kann. Die Einstellung dafür steht unter Einstellungen, Fotos, ganz unten unter „Auf Mac oder PC übertragen“ – dort muss Automatischausgewählt sein, nicht „Originale behalten“.
Mit dieser Einstellung kommen Fotos, die Sie per E-Mail verschicken, per Kabel auf einen Windows-Rechner ziehen oder in ein Uploadfeld geben, bereits als JPG an. Das ist der schnellste Weg für einzelne Bilder und braucht überhaupt kein Werkzeug.
Weg 3: Auf dem Mac mit der Vorschau, auch für hunderte Bilder
Die Vorschau von macOS kann stapelweise exportieren, und niemand redet darüber:
- Alle HEIC-Dateien im Finder markieren und mit der Vorschau öffnen.
- In der Seitenleiste alle Bilder markieren, mit Befehl und A.
- Ablage, dann Exportieren als, Format JPEG, Qualität nach Bedarf, Zielordner wählen.
Das läuft lokal, ohne Upload und ohne Zusatzsoftware. Für einen ganzen Urlaubsordner ist das der bequemste Weg.
Wenn Sie an einem Windows-Rechner mit Chrome sitzen
Dann gibt es im Browser keinen HEIC-Decoder, den wir benutzen könnten. Diese Wege funktionieren dort – die ersten beiden ebenfalls ohne Upload.
HEIF-Bilderweiterungen für Windows
Microsofts eigene Erweiterung. Danach zeigt der Windows-Explorer HEIC-Vorschauen an und die Fotos-App kann sie als JPG speichern. Läuft lokal auf dem Rechner.
Haken: Die zugehörige HEVC-Erweiterung kostet im Microsoft Store eine kleine Gebühr.
Kostenloses Bildprogramm für Windows mit Stapelverarbeitung. Öffnet HEIC über sein Plugin-Paket und schreibt ganze Ordner am Stück in JPG um.
Haken: Das Plugin-Paket muss separat installiert werden.
Reine Webseite für genau diese Umwandlung, ohne Anmeldung.
Haken: Die Datei wird auf einen fremden Server geladen. Für Fotos mit Personen oder Dokumenten ist das der falsche Weg.
Empfehlungen ohne Gegenleistung. Bei allen genannten Diensten verlässt Ihre Datei den Rechner – anders als bei den Werkzeugen auf dieser Seite.
Was beim Umwandeln in jedem Fall verloren geht
HEIC ist kein reines Bildformat, sondern ein Behälter. Er kann mehr transportieren, als ein JPG aufnehmen kann:
- Tiefenkarte von Porträtaufnahmen. Die Information, wie weit jeder Bildpunkt von der Kamera entfernt war. Ohne sie lässt sich der Unschärfegrad hinterher nicht mehr ändern.
- Livefotos. Die anderthalb Sekunden Bewegung stecken in einem eigenen Teil der Datei. Im JPG bleibt das Standbild übrig.
- Bearbeitungen, die sich zurücknehmen lassen. HEIC speichert Filter und Zuschnitt getrennt vom Original. Im JPG sind sie eingebrannt.
- Farbtiefe. HEIC kann 10 Bit je Kanal, JPG nur 8. Bei weichen Himmeln kann das eine leichte Streifenbildung erzeugen.
Für Fotos, die verschickt, hochgeladen oder ausgedruckt werden, spielt nichts davon eine Rolle. Löschen Sie die Originale trotzdem nicht, solange Sie die Bilder noch bearbeiten wollen.
Wenn Sie die umgewandelten JPG danach noch verkleinern müssen, weil ein Formular eine Größengrenze hat, erledigt das Bild verkleinern. Wie sich die Formate insgesamt zueinander verhalten, steht im Ratgeber unter Bildformate im Vergleich.
Häufige Fragen
Warum kann mein Browser die HEIC-Datei nicht öffnen?
Weil für HEIC Lizenzgebühren anfallen. Das Format benutzt die Kompression von HEVC, und dafür verlangt ein Patentpool Geld je Gerät. Apple zahlt das und baut den Decoder in macOS und iOS ein, deshalb kann Safari HEIC anzeigen. Google und Mozilla haben sich dagegen entschieden, deshalb können Chrome und Firefox es nicht – unabhängig davon, auf welchem Betriebssystem sie laufen.
Was ist der schnellste Weg, wenn ich am iPhone bin?
Das iPhone gar nicht erst HEIC aufnehmen lassen: Einstellungen, dann Kamera, dann Formate, dort „Maximale Kompatibilität“ wählen. Danach nimmt die Kamera JPG auf. Für bereits vorhandene Fotos genügt es, sie per E-Mail oder AirDrop an ein Windows-Gerät zu schicken – iOS wandelt beim Teilen automatisch in JPG um, sofern unter Fotos die Übertragung auf „Automatisch“ steht.
Und auf dem Mac?
Foto in der Vorschau öffnen, dann Ablage, Exportieren, als Format JPEG wählen. Für viele Bilder auf einmal: alle in der Vorschau markieren, Ablage, Exportieren als, JPEG. Das geht ohne Zusatzsoftware und ohne Upload.
Warum nimmt das iPhone überhaupt HEIC auf?
Weil es bei gleicher Bildqualität etwa halb so groß ist wie JPG. Auf einem Gerät, das Tausende Fotos speichert, ist das ein echter Gewinn. Der Preis dafür ist, dass die Dateien außerhalb der Apple-Welt oft nicht gelesen werden. Wer die Fotos ohnehin ständig weitergibt, fährt mit der Einstellung „Maximale Kompatibilität“ besser.
Verliere ich Qualität beim Umwandeln?
Ein wenig. HEIC ist bereits verlustbehaftet, JPG kommt als zweite Kompression obendrauf. Bei Qualität 92 ist der Unterschied auf einem Bildschirm nicht zu erkennen. Was in jedem Fall verloren geht, sind die Tiefeninformationen von Porträtaufnahmen und die Livefoto-Bewegung: Beides kann JPG nicht speichern.
Weitere Werkzeuge
Bild umwandeln
Das freie Werkzeug für jede Formatkombination
Bilder komprimieren
Dateigröße senken, Qualität selbst bestimmen
Bilder zuschneiden
Zuschneiden und auf Zielmaße bringen
Alle Werkzeuge in der Übersicht, dazu passende Anleitungen im Ratgeber.